Modellprüfung mit
Prüfmatrix und IDS
Bevor jemand aus dem Modell Mengen rechnet, steht fest, welchen Wänden Geschoss, Material oder Feuerwiderstand fehlen. Die Bauteile mit Fehlschlag leuchten im Modell rot.
Was ist die Modellprüfung in C24BIM?
Die Modellprüfung in C24BIM prüft, ob die Bauteile eines Modells die Angaben tragen, die Sie für die Mengen brauchen. In der Prüfmatrix legen Sie je Leistungsphase fest, welche Eigenschaft, welches Material oder welche Klasse ein Bauteil haben muss. Kommen die Anforderungen vom Auftraggeber als IDS-Datei, dem Format von buildingSMART für genau diese Liste, lesen Sie sie direkt ein.
Warum erst prüfen und dann rechnen?
Montag kommt das Modell vom Architekten, Freitag soll das Angebot raus. Beim ersten Blick sieht alles gut aus: Wände, Decken, Stützen, alles da. Erst beim Rechnen zeigt sich, dass die Hälfte der Innenwände kein Material trägt und bei den Decken im zweiten Obergeschoss das Geschoss fehlt.
Dann beginnt der Umweg. Jemand macht Screenshots, schreibt dem Architekten eine Mail und wartet auf den nächsten Stand. Was der neue Stand wirklich behoben hat, prüft wieder niemand systematisch, weil die Zeit fehlt.
Mit der Prüfmatrix steht einmal fest, was jedes Bauteil in dieser Leistungsphase braucht. Ein Lauf prüft das ganze Modell, und die Fehlschläge stehen rot im Modell statt in einer Mail. Liefert der Auftraggeber seine Vorgaben als Datei, prüfen Sie das Modell gegen seine IDS-Anforderungen mit demselben Lauf.
Was die Modellprüfung konkret leistet
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Fehlende Angaben, bevor jemand rechnet
Geschoss, Material, Feuerwiderstand oder Bauabschnitt: Was an einem Bauteil fehlt, zeigt die Prüfung vor der Mengenermittlung und nicht erst in der falschen Menge.
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Rot im Modell statt Liste in der Mail
Ein Klick wählt alle Bauteile mit Fehlschlag an und färbt sie rot, erfüllte Anforderungen auf Wunsch grün. Am Modell sieht jeder, welches Geschoss nacharbeiten muss.
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Anforderungen nur, wo sie hingehören
Eine Anforderung gilt für die Bauteile, die ein Filter trifft, zum Beispiel der Feuerwiderstand nur an tragenden Wänden.
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Gestaffelt nach Leistungsphase
Jede Anforderung trägt die Leistungsphasen, in denen sie gilt. Ein Vorentwurf wird nicht an Vorgaben gemessen, die erst die Ausführungsplanung erfüllen muss.
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Vorgaben des Auftraggebers direkt einlesen
Kommt die Liste der geforderten Angaben als IDS-Datei, landet sie mit einem Import in der Prüfmatrix. Ihre eigene Matrix geben Sie auf demselben Weg als IDS an den Planer weiter.
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Ein Katalog für alle Projekte
Prüfkataloge pflegen Sie einmal in Content, und jedes Projekt prüft mit demselben Stand.
So prüfen Sie ein Modell
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Anforderungen festlegen
Die Prüfmatrix kommt aus Content, aus der IDS-Datei des Auftraggebers oder entsteht im Projekt.
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Leistungsphase wählen
Geprüft wird gegen die Anforderungen der Phase, in der das Modell gerade steht.
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Prüfung laufen lassen
Ein Lauf geht über jedes Bauteil, und das Ergebnis steht je Anforderung in der Matrix.
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Fehlschläge klären
Die betroffenen Bauteile stehen rot im Modell, und der Planer bekommt die Anforderungen als IDS-Datei zum Nacharbeiten.
Die Vorteile
im Detail:
Eine Prüfregel beantwortet eine Frage am Modell
Trägt jede Wand ein Material? Hat jede Decke ein Geschoss? Solche Fragen stellt eine einfache Prüfregel. Sie fragt ein Attribut ab: ob es vorhanden ist, einen Wert vergleicht, einen Text enthält, zu den erlaubten Werten gehört oder eindeutig ist.
Eine bedingte Regel prüft nur Bauteile, die vorher einen Filter erfüllen. So verlangt sie den Feuerwiderstand an tragenden Wänden und lässt die Vorsatzschalen in Ruhe. Die Prüfung läuft über das ganze Modell, und die Fehlschläge wählen Sie danach mit einem Klick an.
Die Prüfmatrix: Anforderungen je Bauteil und Leistungsphase
Für die Ausschreibung reicht eine Regel nicht mehr, da geht es um Dutzende Anforderungen an Wand, Decke und Stütze. Die Prüfmatrix fasst sie zusammen. Jede Spezifikation beginnt mit der Frage, für welche Bauteile sie gilt. Darunter steht, welche Eigenschaft, welches Attribut, welche Klasse oder welches Material erforderlich, optional oder verboten ist.
Ein Wert muss genau stimmen, aus einer Liste wie F60 oder F90 stammen, einem Muster folgen oder in einem Bereich liegen. Dazu bekommt jede Anforderung die Leistungsphasen von LPH 1 bis LPH 9, in denen sie gilt. Das Modell aus der Entwurfsplanung wird so nicht an den Vorgaben der Ausführungsplanung gemessen.
IDS: dieselbe Liste beim Auftraggeber, beim Planer und bei Ihnen
Legt der Auftraggeber seine Anforderungen als IDS-Datei bei, landet sie mit einem Import in der Prüfmatrix. Gelesen und geschrieben wird IDS in der Version 1.0, geprüft gegen das offizielle Schema. Geprüft werden damit die Angaben an den Bauteilen: Klassen, Eigenschaften, Mengen und Materialien.
Der Weg zurück geht genauso. Ihre eigene Matrix speichern Sie als IDS und schicken sie dem Architekten. Er prüft sein Modell vor der Übergabe gegen dieselbe Liste wie Sie, und die Diskussion über fehlende Angaben findet vor der Übergabe statt, nicht danach.
Was das Ergebnis zeigt und wo die Geometrie-Werkzeuge helfen
Nach dem Lauf steht das Ergebnis je Anforderung neben der Prüfmatrix. Die Verstöße wählen Sie aus, färben sie rot und erfüllte Anforderungen grün. Beim nächsten Modellstand läuft dieselbe Matrix noch einmal, und der Unterschied ist am Modell zu sehen.
Für die Geometrie gibt es daneben Werkzeuge. Sie finden offene Körper, deren Volumen sich sonst nicht rechnen ließe, und messen Abstand und Berührung zweier Bauteile in einer Auswahl.
Nutzen für die Beteiligten
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Kalkulation
Sie weiß vor dem Rechnen, ob das Modell vom Architekten für die Mengen taugt, und rechnet nicht zweimal, weil ein Material fehlte.
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BIM-Koordination
Jeder neue Modellstand läuft durch dieselbe Matrix, und danach steht am Modell, welche Bauteile noch Angaben brauchen.
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Planer
Er bekommt die Anforderungen als IDS-Datei und prüft sein Modell vor der Übergabe gegen dieselbe Liste.
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Auftraggeber
Er gibt seine Anforderungen als IDS vor und sieht ohne eigenes CAD am Ergebnis, ob das gelieferte Modell sie in dieser Leistungsphase erfüllt.
Aus der Praxis
Montag, 9 Uhr, das Architekturmodell für ein Pflegeheim in Braunschweig liegt für die Angebotskalkulation vor. Die BIM-Koordination lässt die Prüfmatrix der Firma in Leistungsphase 5 über das Modell laufen. An 140 Innenwänden fehlt das Material, und zwölf Decken im zweiten Obergeschoss tragen kein Geschoss, beides steht rot im Modell. Der Architekt bekommt die GlobalIds und die Matrix als IDS-Datei, damit er den nächsten Stand selbst vorher prüft. Am Mittwoch läuft derselbe Lauf ohne Fehlschlag durch, und die Kalkulation fängt an zu rechnen.
Bestandteil von C24BIM
Prüfregeln und Prüfmatrix laufen am Desktop wie in der Web-Version. Wo sich Bauteile zweier Modelle durchdringen, findet die Kollisionsprüfung, und die Rückfrage an den Planer geht aus der Ansicht als BCF-Topic raus. Prüfkataloge für die ganze Firma pflegen Sie in Content, und was sich zwischen zwei Modellständen geändert hat, zeigt der Modellvergleich.
Wenn Sie wissen wollen, was Ihrem aktuellen Modell fehlt, prüfen wir es mit Ihnen gegen Ihre Anforderungen. Schreiben Sie uns.
FAQ
Was prüfe ich, bevor ich aus dem Modell Mengen rechne?
Ob Geschoss, Material und Klasse an den Bauteilen stehen, die Ihre Filter brauchen, und ob die Körper geschlossen sind. Was fehlt, steht rot im Modell, und Sie klären es mit dem Architekten, bevor eine Position gerechnet wird. Fehlende Werte weist das Programm beim Rechnen aus, mit ihrer Anzahl je Position.
Was prüft die Modellprüfung an der Geometrie?
Offene Körper, deren Volumen sich sonst nicht rechnen ließe, sowie Abstand und Berührung zweier Bauteile in einer Auswahl. Wo sich Lüftung und Tragwerk durchdringen, findet die Kollisionsprüfung im selben Projekt, mit Tiefe, Geschoss und Punkt je Treffer. Den größeren Teil der Modellprüfung machen die Angaben an den Bauteilen aus: Geschoss, Material, Klasse und Eigenschaften mit Wertvorgaben.
Kann ich die IDS-Datei meines Auftraggebers einlesen?
Ja, in der Version 1.0 direkt in die Prüfmatrix. Ihre eigene Matrix geben Sie auf demselben Weg als IDS weiter.
Kann ich als Auftraggeber Modelle prüfen, ohne CAD zu haben?
Ja. Das IFC-Modell öffnen Sie in C24BIM ohne Modellierungssoftware und prüfen es gegen Ihre eigene IDS-Datei oder Prüfmatrix. Die Bauteile mit Fehlschlag sehen Sie rot im Modell.
Wie bekommt der Planer die Fehlschläge?
Als IDS-Datei mit Ihren Anforderungen, mit der er sein Modell selbst prüft, und als BCF-Topics aus der Ansicht. Die roten Bauteile bleiben isoliert, und aus dieser Ansicht entsteht ein Topic mit Bild, das er in seinem Programm an derselben Stelle öffnet. Die GlobalIds der Bauteile kopieren Sie bei Bedarf dazu.
Was prüft die Prüfmatrix an einem Bauteil?
Eigenschaften, Attribute, IFC-Klasse und Material, jeweils mit Wertvorgabe: ein fester Wert, eine Liste wie F60 oder F90, ein Muster oder ein Bereich. Jede Anforderung ist erforderlich, optional oder verboten.
Wie prüfe ich eine Angabe nur an bestimmten Bauteilen?
Mit einem Filter. In einer bedingten Prüfregel oder in der Prüfmatrix legt er fest, für welche Bauteile die Anforderung gilt, zum Beispiel nur für tragende Wände.
Wie gehe ich mit den Leistungsphasen um?
Jede Anforderung trägt die Phasen von LPH 1 bis LPH 9, in denen sie gilt. Beim Lauf wählen Sie die Phase, und nur diese Anforderungen werden geprüft.
Kann ich unseren Prüfkatalog in allen Projekten verwenden?
Ja, das geht über Content. Dort pflegen Sie Kataloge mit Leistungsphasen zentral und übertragen sie in jedes Projekt.
Läuft die Modellprüfung auch im Browser?
Ja, Prüfregeln und Prüfmatrix laufen in der Web-Version, am Tablet wie am Rechner. Offene Körper, Abstand und Berührung prüfen Sie am Desktop, wo auch das Modell gewandelt wird.