Dienstag, 7 Uhr, Rohbau einer Grundschule. Der Polier zeichnet die Deckendurchbrüche für die Lüftung nach dem Schlitz- und Durchbruchsplan an, der seit zwei Wochen im Container hängt. Die Decke wird am Donnerstag betoniert.
Der Lüftungsplaner hat den Plan am Freitag geändert: Zwei Durchbrüche wandern, einer kommt dazu. Der neue Stand ging als Mail-Anhang an die Bauleitung, die diese Woche im Urlaub ist. Im Container hängt der vorletzte Stand, und niemand auf der Baustelle weiß davon.
Am Donnerstag ist die Decke betoniert, und drei Kernbohrungen kommen dazu. Im Planserver von BAUREPORT wäre der neue Index am Freitag in der Mailbox des Poliers gelandet. Der alte Stand trüge seit Freitag das Kennzeichen „nicht aktuell“.
Ein Index je Plan, und der alte tritt zurück
Ein Index ist der Planstand mit Datum und Revisionskennung. Im Planserver gilt je Plan genau einer davon. Lädt der Planer einen neuen Index hoch, trägt der alte das Kennzeichen „nicht aktuell“ und rückt in die Historie.
Verloren geht dabei nichts. Im Reiter Version sehen Sie verwandte Dateien und alle bisherigen Stände. Wer wissen will, wonach im Mai gebaut wurde, findet den Index von damals.
Pläne liegen in einer Projektstruktur, nicht in einem Ordner mit „final“ und „final_neu“. Die Plancodierung legt fest, wie der Dateiname Verzeichnis und Verteiler bestimmt, und sortiert jeden Upload danach ein.
Der Verteiler bekommt jeden Upload
Zu jeder Kategorie der Codierung gehört ein Verteiler, etwa alle Lüftungspläne an Bauleitung, Polier und Lüftungsbauer. Feste Empfänger lassen sich beim Upload nicht abwählen. Der Planer entscheidet nur, ob eine Nachricht mitgeht, nicht, wer sie bekommt.
Damit hängt der Empfang nicht mehr davon ab, wen der Planer in die Mail setzt. Der Polier steht im Verteiler, ob die Bauleitung im Urlaub ist oder nicht.
Die Mailbox statt des Postfachs
Wer im Verteiler steht, findet den neuen Stand in seiner Mailbox im Planserver. Sie sammelt Upload-Benachrichtigungen und geteilte Dateien, getrennt von den vierzig anderen Mails des Tages. Den Download nehmen Sie mit oder ohne Ordnerstruktur. Für die Baustelle ohne Netz legen Sie ausgewählte Pläne vorher im Dateicache ab, denn der Planserver selbst braucht eine Verbindung.
Ob die Mailbox Sie sofort, stündlich oder einmal am Tag per E-Mail anstößt, stellen Sie selbst ein. Externe ohne Zugang, etwa einen Lüftungsbauer ohne Projektrolle, erreichen Sie per E-Mail mit Direkt-Download. Der Empfänger lädt die Datei über den Link, ohne Anmeldung und ohne Lizenz.
Wer welchen Stand hatte, steht im Kontrollzentrum
Das Kontrollzentrum protokolliert jeden Upload, jeden Download und jede Benachrichtigung. Die Frage, wer den neuen Plan bekommen hat, beantwortet das Protokoll und nicht die Erinnerung.
Vor der Betonage prüft die Bauleitung, ob der Polier den Durchbruchsplan mit dem neuen Index heruntergeladen hat. Hat er nicht, ruft sie an, bevor die Decke geschlossen ist.
Aus der Praxis
Freitag, 14 Uhr, dieselbe Grundschule, diesmal mit Planserver. Der Lüftungsplaner lädt den Schlitz- und Durchbruchsplan mit Index D hoch. Der Planserver prüft die Codierung, setzt Index C auf „nicht aktuell“ und informiert den Verteiler Haustechnik. Der Polier sieht die Meldung am Telefon, öffnet den Plan in der Mailbox und druckt ihn am Montag neu aus. Am Dienstag zeichnet er die Durchbrüche nach Index D an. Das Kontrollzentrum zeigt der vertretenden Projektleitung, dass er den Plan am Freitag geladen hat.
Was Sie mitnehmen
Ein Planserver beantwortet drei Fragen: Welcher Index gilt, wer hat ihn bekommen, und was galt vorher. Der Verteiler hängt an der Codierung, nicht an der Adressliste einer Mail, und die Mailbox trennt Pläne von allem anderen. Das Kontrollzentrum belegt den Empfang. Ablage, Verteiler und Historie im Einzelnen erklärt die Seite Planserver für Baupläne. Den Alltag mit dem gültigen Stand zeigt die Seite Planmanagement auf der Baustelle.