Icon Störungen im Bauablauf

Störungen im
Bauablauf

Verzögerungen nicht verschweigen: Grund, Tage und Folgekarte festhalten – damit die nächste Woche daraus lernt.

Grafische Visualisierung Störungen im Bauablauf

Wie BAUREPORT Störungen abbildet

BAUREPORT dokumentiert Störungen im Lean-Modul: Gründe-Katalog, Verzögerungstage, Folgekarte direkt aus der Störung, Auswertungen zu Kapazität und Fortschritt.

Warum Störungen steuern?

Störungen passieren. Teuer wird es, wenn niemand festhält, warum der Takt gerutscht ist – und dieselbe Ursache nächste Woche wiederkommt.

Steuerung heißt: Grund, Dauer, Folgearbeit. Nicht „hat sich verzögert“ in einem Protokollsatz.

Entscheidend ist der Katalog hinter dem Grund. Freier Text beschreibt den Einzelfall, lässt sich aber nicht auswerten – am Ende steht zwanzigmal etwas anderes für dieselbe Ursache. Mit einem projektbezogenen Gründe-Katalog und Verzögerungstagen wird aus einer Sammlung von Einzelfällen ein Muster: Material, Freigabe oder Vorleistung lassen sich über Wochen zählen und nicht nur erinnern.

Genauso wichtig ist, dass aus der Störung sofort die Folgekarte entsteht. Wer die Verzögerung nur notiert, plant die betroffene Arbeit später aus dem Gedächtnis neu; wer die Karte direkt aus der Störung legt, hat sie auf der Zeitachse stehen, bevor die nächste Runde beginnt. Für Lieferanten und Vorleistungen liefert das später ein Argument mit Beleg. Die Wetterbehinderung gegenüber dem Auftraggeber bleibt davon getrennt und gehört ins Bautagebuch.

Abzugrenzen ist die Störung außerdem vom Mangel: Die Störung unterbricht den Takt, der Mangel ist eine Qualitätsabweichung mit Ort auf dem Plan. Beides kann zusammenhängen, wird aber in unterschiedlichen Modulen geführt. Ob Nachunternehmer offene Störungen sehen, entscheiden Sie – im Hybrid-Zugang lassen sie sich für die Runde freigeben, ohne den übrigen Projektstand zu öffnen.

Was festgehalten werden muss

  • Ein Grund, keine Floskel

    Katalog statt freiem Text, der sich nicht auswerten lässt.

  • Verzögerung in Tagen

    Messbar, nicht nur „ein bisschen später“.

  • Folgekarte sofort

    Die nächste Arbeit entsteht aus der Störung, nicht aus dem Gedächtnis.

  • Sichtbar im Standup

    Die Aktuell-Ansicht zeigt, was hängt.

  • Auswerten über Wochen

    Welche Gründe häufen sich? Material, Freigabe, Vorleistung?

  • Optional für Partner

    Offene Störungen im Gateway, wenn die Runde es braucht.

Von der Unterbrechung zur Folgekarte

  1. Störung erfassen

    Am laufenden Takt, nicht am Freitagabend.

  2. Grund und Dauer

    Katalog plus Verzögerungstage.

  3. Folgekarte legen

    Direkt aus der Störung, auf der Zeitachse.

  4. In der Runde nutzen

    Auswertung für die nächste Taktwoche.

Wer davon profitiert

  • Bauleitung

    Argumente für Lieferanten und Vorleistungen, nicht nur ein Gefühl.

  • Projektleitung

    Muster über Wochen, nicht Einzelfälle.

Aus der Praxis

Das Material kommt zwei Tage später. Die Störung hängt am Estrich-Takt, die Folgekarte verschiebt den Bodenleger. In der Auswertung der nächsten Woche steht „Lieferung“ dreimal – die Bauleitung eskaliert den Lieferanten mit Beleg, nicht mit Anekdote.

Bestandteil von BAUREPORT

Störungen gehören zur täglichen Lean-Steuerung. Die Taktplanung legt den Ablauf, die Taktbesprechung holt die Gewerke dazu. Behinderung durch Wetter dokumentieren Sie im Bautagebuch.

Möchten Sie Störungen an einem echten Board sehen? Schreiben Sie uns.

FAQ

Ist eine Störung dasselbe wie ein Mangel?

Nein. Die Störung unterbricht den Takt. Der Mangel ist eine Qualitätsabweichung auf dem Plan. Beides kann zusammenhängen, liegt aber in unterschiedlichen Modulen.

Kann ich eigene Störungsgründe pflegen?

Ja. Der Gründe-Katalog ist projektbezogen, damit Auswertungen vergleichbar bleiben.

Sehen Nachunternehmer Störungen?

Optional im Hybrid-Zugang. Sie entscheiden, was die Partner sehen.

Wohin mit Wetterbehinderung?

Ins Bautagebuch mit DWD-Stufe – das ist Nachweis gegenüber dem AG, nicht die Lean-Störung auf der Zeitachse.

Neugierig?

Schreiben Sie uns